Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass unsere ehemalige Kollegin Erika Pavlicek am 22. Juni 2026 gestorben ist. Erika hat von 1999 bis 2017 an der Theresienschule als Lehrerin für Sport und Darstellendes Spiel gearbeitet. Auch nach dem Eintritt ins Rentenalter blieb sie der Schule verbunden, indem sie weiterhin einzelne Kurse, vor allem im Tanz, leitete.
Bewegung, Tanz, das war ihr Leben und unzählige Schülerinnen und Schüler haben durch sie das Gefühl für den eigenen Körper und seine Möglichkeiten bekommen. Sie selbst sagte einmal in einem Interview, sie wollte das Tanzvirus an die Theresienschule bringen. Das ist ihr gelungen! Viele von uns erinnern sich an den Theresientanz zum 125jährigen Jubiläum und nicht zuletzt an die mitreißenden Tanzeinlagen auf den Theresienbällen.
Eine weitere Leidenschaft galt dem Radsport: Als erste Trainerin im Radsport deutschlandweit brachten sie und ihr Mann Bohumil, Kollege und langjähriger Jugendleiter des Berliner Radsportverbandes, die Begeisterung für diese Sportart mit, so dass z.B. unter ihrer Leitung Schüler:innen der Oberstufe 500km-Etappentouren (in den Ferien!) nach Kopenhagen und Breslau absolvierten.
Dabei ist sie unter schwierigsten Bedingungen gestartet. Als sie 1999 an die Schule kam, gab es keine Sporthalle. Zu jeder Sportstunde musste sie mit den Klassen in benachbarte Schulen pilgern. Aber eine wie Erika ließ sich davon nicht unterkriegen. Mit kreativer Energie und Schaffensfreude stellte sie sich den Herausforderungen und setzte sich auch außerhalb der Unterrichtszeit für die Schüler:innen und die Schule ein, z.B. vertraten regelmäßig ihre Sportkurse die Theresienschule am Tag der Freien Schulen.
Bei allem blieb sie gelassen, zugewandt und offen. Überhaupt war bei ihr das Glas immer halbvoll und nicht halbleer. Mit guter Menschenkenntnis und scharfem Auge erkannte sie bei Schülerinnen und Schülern das Gelungene, hat die Fortschritte gesehen, nicht die Mängel betont. „Leute, das wird klasse!“, war so ein Erika-typischer Satz.
Wie freute sie sich über eine gelungene Aufführung im Tanz und auch im Darstellenden Spiel, die sie akribisch vorbereitete und energisch proben ließ. Sich selbst hielt sich dabei eher im Hintergrund, nahm sich nicht so wichtig, war immer bescheiden. Sie ließ die anderen glänzen.
Als Kollegin konnte man sich immer auf sie verlassen. Sie half, wenn sie konnte, hatte immer ein gutes, aufbauendes Wort parat. Wir sind sehr traurig und denken an ihren Mann und ihre Familie.
Erika, du warst klasse!
Rita Busch und Mechthild Zech-Bußkamp




