Pünktlich um 8:30 Uhr ging es von der Behaimstraße los, über die Autobahn mit dem angemieteten Bus nach Neuzelle. Bereits seit 2019 hatten wir die Idee, einen religiösen Studientag mit dem Kollegium im Kloster Neuzelle zu verbringen. Daraus wurde dann Anfang 2020 leider nichts – die Covid-Pandemie hatte uns alle fest im Griff bzw. auf Abstand.

Nun also ein neuer Versuch. Um 10:30 Uhr empfing uns Pater Isaak zu einem Morgenimpuls und zu ein paar Erläuterungen zum Kloster Neuzelle. Dieses wurde im Jahr 1268 von den Zisterziensern gegründet und erfuhr ab 1650 seine barocke Umgestaltung zum heutigen Erscheinungsbild. 1817 wurde das Kloster aufgelöst und von nun an von Preußen verwaltet. In seiner wechselvollen Geschichte wurde es als Lehrerseminar, Schule, Internat und Priesterseminar genutzt. 1996 wurde die Anlage in eine Stiftung überführt und seitdem werden die Gebäude fortwährend saniert. Heute beherbergt das Ensemble eine Oberschule mit Internat und ein Museum, was leider Montags geschlossen hat.

Anschließend besichtigten wir die beeindruckende barocke Klosterkirche und wurden danach in zwei Gruppen aufgeteilt, um zum einen den Kirchturm zu erklimmen und einen schönen Blick vom Vordach auf das ganze Bauensemble und die umliegende Landschaft werfen zu können. Die andere Gruppe ließ sich zunächst die seltene Sauer-Orgel erklären und von Pater Simeon Wester vorführen. Er ist seit der Neugründung des Klosters im Jahr 2018 der Prior. Dann tauschten beide Gruppen.

Um 12:00 Uhr konnten wir dem Angelus-Gebet der derzeit 8 Mönche in dem Kloster lauschen und im Anschluss ging es zum gemeinsamen Mittagessen in die Klosterklause. Nach einem Spaziergang um den vor der Klosteranlage liegenden kleinen See konnte – wer wollte – noch im Klosterladen ein Andenken erstehen. Insbesondere die Produkte der klostereigenen Brauerei (Schwarzer Abt) kamen dabei in Betracht.

 

 

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