Expertengespräch per Videokonferenz

Kurz vor den Sommerferien führte der Politik-Leistungskurs im Q2 von Herrn Kühler ein Expertengespräch zu den Themen Rechtsextremismus und Medien in der Bundesrepublik Deutschland mit Herrn Severin Weiland durch. Aufgrund der noch geltenden Corona-Hygienebeschränkungen fand das Interview per Videokonferenz statt.
Herr Weiland, Jg. 63, nach dem Studium in München über 10 Jahre bei der "taz" tätig, arbeitet seit 2002 beim "Spiegel" und ist dort seit 2014 Politischer Korrespondent im Berliner Hauptstadtbüro. Er verfolgt insbesondere die Arbeit der verschiedenen Parteien, seit ein paar Jahren mit dem Schwepunkt auf der AfD.
Im Interview konnten wir dann auch gut unsere Fragen aus dem Unterricht loswerden, wie z. B. nach seinen Einschätzungen über die Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz, Fragen nach der "Neutralität" des Journalismus und inwieweit man rechtsradikalen Positionen, z. B. durch ein Interview, Raum in der Öffentlichkeit geben sollte.
Außerdem erfuhren wir einiges über die Arbeit und die Recherchemethoden von Journalisten sowie über die Ablaufe der Korrektur und Überprüfung, insbesondere seit dem Skandal um Claas Relotius im eigenen Haus.
Die Spiegel-Gruppe beschäftigt bei einer verkauften Auflage von derzeit cirka 700.000 Exemplaren ungefähr 1.100 Mitarbeiter*innen, davon 100 im Hauptstadtbüro. Herr Weiland fragte uns zum Schluss, wo und wie die Schüler*innen denn an ihre politischen Informationen gelangen würden. Die überwiegende Antowrt darauf lautet heutzutage, bei Instagram, und dort wiederum bei der Tagesschau und auch beim Spiegel. Das dürfte Herr Weiland wohl nur halb freudig aufgenommen haben: Der Spiegel verdient nicht viel an der jungen Generation, wird aber immerhin noch wahrgenommen.

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